Die verbalen Attacken und Interventionsdrohungen der US-Regierung zeigen die Notwendigkeit der internationalen Solidarität. Derzeit sind über zehn Millionen Kubaner Zielscheibe einer gewalttätigen und rachsüchtigen US-Politik, die Teil einer über siebzigjährigen Geschichte von Embargos, Putschversuchen, Medienangriffen und internationaler Isolation ist. Weltweit wächst die Solidarität mit dem kubanischen Volk.
Millionen Menschen betrachten die kubanische Revolution als ein wichtiges Beispiel für Souveränität, Widerstand und Realisierung gesellschaftlicher Utopien. Man mag über die Bewertung von Kubas Weg streiten, doch eines bleibt unbestreitbar: Die Revolution sprengte die Ketten der Fremdherrschaft, die Kuba zum billigen Rohstofflieferanten und Paradies der US-Mafia gemacht hatte. Mit ihrer Revolution demonstrierte Kuba der ganzen Welt, dass selbst eine kleine Nation imperialistischer Macht widerstehen kann, ohne zu kapitulieren oder sich zu unterwerfen. Wirtschaftliche Strangulierung, diplomatische Isolation, Attentatspläne gegen führende Persönlichkeiten, Destabilisierungskampagnen, endlose Sanktionen, Invasionsversuche: ein verheerendes Arsenal an Kräften, eingesetzt, um Kuba zur Abhängigkeit und Unterwerfung zu zwingen. Doch Kuba hat Widerstand geleistet und der kubanische Sozialismus hat trotz enormer Schwierigkeiten soziale Errungenschaften erzielt, die dazu geführt haben, dass Gesundheitswesen und Bildung in Kuba ein international anerkanntes hohes Niveau haben.
Kuba ist eine Messe wert – auch der Vatikan ist solidarisch mit den Menschen Kubas.
„Eine öffentliche Solidaritätsbekundung der besonderen Art mit Kuba hat am vergangenen Samstag im Vatikan stattgefunden. Dort feierte der Heilige Stuhl seine erste Heilige Messe für Frieden und Entwicklung in Kuba, weil das Land und seine Menschen derzeit mit schwerem wirtschaftlichem Druck und einer militärischen Bedrohung durch die USA konfrontiert seien. Diese würden seine Bevölkerung ernsthaft gefährden. Die liturgische Feier wurde in der Kirche Sant’Ignatius von Loyola in Rom durchgeführt.“[1]
Der die Zeremonie leitende Kardinal Michael Czerny erklärte, dass man in dieser Messe „das Leid, die Hoffnungen und die Erwartungen des kubanischen Volkes vor den Altar des Herrn bringe, und zwar mit Respekt, Aufrichtigkeit und tiefer Zuneigung zu einem Land, dessen Geschichte reich an Würde, Kultur, Opferbereitschaft, Glauben und Widerstandskraft ist“.[2]
Bei der Messe anwesend waren u.a. die kubanischen Botschafter beim Vatikan und dem Staat Italien.
Der Jesuitenpater Massimo Névola erinnerte in seiner Ansprache daran, dass „das Evangelium uns lehrt, dass andere Wege, als die der Gewalt beschritten werden müssen“, bezeichnete die US-Wirtschaftsblockade gegen Kuba als regelrechte Belagerung und verurteilte die Drohungen einer militärischen Invasion.[3]
Seit 1992 wird die Blockade Kubas von der UN-Vollversammlung mit überwältigender Mehrheit verurteilt. Der UNO-Generalsekretär Guterres hat die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Kuba angesichts der jüngsten Drohungen der Trump-Regierung als Verletzung des Völkerrechts bezeichnet.
Die illegitime Blockade der Insel macht die gegenwärtige Situation zu einem Überlebenskampf des kubanischen Volkes. Wir begrüßen deshalb den Spendenaufruf der Initiative Cuba Si (AG innnerhalb der Partei Die Linke), mit der das Ziel verfolgt wird, Kuba in Bezug auf die Energieversorgung unabhängiger zu machen.

[1]Amerika 21: Weltweit wächst die Solidarität mit Kuba.pdf S.1
[2] Ebenda, S.1
[3] Siehe ebenda, S.1

