Die Bonner Friedenstage 2026

Frieden fördern und Friedensfähigkeit stärken – vor Ort und weltweit 2026

Die Initiative „Mit Jesus und Marx“ unterstützt die Aktivitäten im Rahmen der Bonner Friedenstage 2026. Einige unserer Mitglieder sind aktiv und maßgeblich beteiligt an der Organisation, Gestaltung und Koordination der Veranstaltungen. (u.a. Gaby Weber, Ursula Holzapfel, Ulrich Kollwitz, Michael Paetau, Armin Lauven)

Für 24 Stunden sollen die Waffen bedingungslos ruhen! Das ist die Forderung des von der UN ausgerufenen Internationalen Friedenstages am 21. September. Die Forderung bleibt dringlicher denn je. Die globale sicherheitspolitische Wende geht mit der massiven Erhöhung der Verteidigungsausgaben, Kürzungen in sozialen Sektoren und einer zunehmend militarisierten Sprache einher.

In vielen Teilen der Erde haben Kriege, gewaltvolle regionale Konflikte drastisch zugenommen. Der Ausstieg aus internationalen Abkommen, die Missachtung des internationalen Völkerrechts und der territorialen Souveränität führen zu einer bedrohlichen Beschleunigung der multiplen Krisen und der Gefährdung  der internationalen Friedensordnung. Zudem verschärfen die militärischen Auseinandersetzungen die Klima- und Energiekrise und stellen die Erreichung der Klima- und SDG- Ziele bis 2030 in Frage.

Die Bonner Friedenstage 2026 greifen einige dieser Themen auf und diskutieren z.B. über die Einführung des Wehrdienstes, den Einsatz der KI im militärischen Kontext und kognitive Kriegsführung sowie mögliche Alternativen zur Militarisierung. Fragen nach der Bedeutung des Friedensnobelpreises in einer veränderten internationalen Ordnung werden ebenso erörtert.

Darüber hinaus blicken wir jenseits der Kriegslogik auf mögliche Wege zur Stärkung der Friedensfähigkeit und was wir dazu beitragen können, besonders auch in Hinblick auf die Perspektiven der nächsten Generationen.                                                                                                      

  Am Beispiel Kolumbiens diskutieren wir die Erfahrungen von 10 Jahren Friedensabkommen und beleuchten Erfolge, Rückschläge und Zukunftsperspektiven angesichts des Regierungswechsels.

Ein zentrales Thema ist weiterhin die Auseinandersetzung mit der deutschen Staatsraison angesichts des Kriegs im Gazastreifen mit über 100.000 getöteten und verletzten Menschen sowie der nahezu kompletten Zerstörung der Infrastruktur einschließlichder Gesundheitszentren und der Bildungseinrichtungen. Gibt es Perspektiven für ein Ende der Gewalt und was sollte die deutsche Politik tun?

Auch in diesem Jahr gibt es vielfältige kreative Events: Musik, Lesungen, Ausstellungen, eine Filmvorstellung zum „Bonner Friedensweg“, und – im Rahmen der Bonner SDG Tage – am Weltkindertag eine Mitmachaktion für Kinder, der alljährliche Friedenslauf und Vieles mehr.