Über uns

Wir haben einen gemeinsamen Traum, ob wir Christen, Marxisten, Sozialdemokraten oder Linke jeglicher Provenienz sind: Den Traum von einer gerechteren Welt, in der die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen aufgehoben wird. Nicht erst in einem Jenseits, sondern schon auf dieser Erde soll ein gesellschaftlicher Zustand erreicht werden, der auf einer gerechteren Verteilung der Güter und Ressourcen basiert. Unsere gemeinsame Hoffnung schöpfen wir sowohl aus den Kernaussagen der Evangelien als auch aus den Schriften von Marx und Repräsentant*innen des demokratischen Sozialismus. Wir lassen uns weder das Träumen noch unser gesellschaftspolitisches Engagement vom reaktionären Flügel des Amtsklerus in beiden steuerprivilegierten Staatskirchen oder von den falschen Propheten der Alternativlosigkeit, deren schwachbrüstiger Realismus die Ewigkeit des kapitalistischen Systems propagiert, verbieten. Deshalb suchen wir das Bündnis mit allen Menschen, die sich für eine Gesellschaft einsetzen, die sich an den Bedürfnissen der Mehrheit der Menschen und nicht am Profitstreben des Kapitals orientiert.

 

Was wollen wir?

Es ist ganz offensichtlich, dass das bestehende kapitalistische System die großen Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht, nicht bewältigen kann und im Gegenteil die Ursache für diese Probleme ist. Die Mehrheit der Menschen in der Welt des Christentums und in der Welt des demokratischen Sozialismus ist sich dessen bewusst, auch wenn die analytische Herangehensweise durchaus unterschiedlich ist.

Die Aktivierung dieses Potenzials für eine Transformation des bestehenden Gesellschaftssystems setzt voraus, dass die unterschiedlichen Kräfte in den unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Aktionsfeldern das Gemeinsame in den Vordergrund stellen. Der Imperativ der politischen Einheit erfordert den offenen, kritischen und konstruktiven Dialog aller fortschrittlichen Kräfte. Unser wichtigstes Ziel ist es, einen Beitrag zu diesem Dialog zu leisten, indem wir die Kommunikation von Menschen mit christlichem und/oder sozialistischem Hintergrund fördern und auf der Basis eines gemeinsamen Wertekanons Bündnisse ermöglichen und gemeinsame Aktivitäten planen.

 

Wie führen wir den Dialog?

Wir wollen mit unserem Projekt des Bündnisdialogs konstruktiver Teil einer Bewegung sein, die die innergesellschaftlichen und globalen Rahmenbedingungen für menschliches Handeln verändert, damit jedem Individuum eine menschenwürdiges Leben möglich wird. Diesen Dialog wirksam zu führen, heißt einerseits, sich von sektiererischer Besserwisserei und abstraktem Schwafeln zu verabschieden und andererseits unsere Kommunikation als einen gemeinsamen Lernprozess zu gestalten, in dem wir zu immer fundierteren Einsichten über den Charakter der gesellschaftlichen Strukturen, des Denkens von „Zukunft“ gelangen und Möglichkeiten einer demokratischen, sozialistischen Handlungsorientierung erarbeiten.

Unsere Kommunikation basiert auf folgenden Grundsätzen:

  • Wir hören einander zu und respektieren die Meinungen und Ideen unserer Gesprächspartner
  • Wir sind neugierig und wollen voneinander lernen
  • Wir betrachten den Dialog als Prozess, der uns zu kreativen Lösungen führt
  • Sprech- und Denkverbote haben in unserer Kommunikationswelt keinen Platz

 

Wie gestalten wir das praktische Handeln?

Wir entwickeln Ideen und Konzepte für unterschiedliche Formate der Kommunikation, die es ermöglichen, dass Christen, Sozialisten und Marxisten konstruktive Gespräche führen und gemeinsame Aktionen planen. Dies können Informationsveranstaltungen, Workshops, Seminare, Präsenz in den sozialen Medien oder Textbeiträge sein.

Wir beteiligen uns an Kundgebungen, Demonstrationen und sonstigen Aktivitäten der linken Bewegung, der Klimaaktivisten, der Friedensbewegung und der Gewerkschaften. Im Rahmen unserer Teilnahme wollen wir eine konstruktive auf Bündnispolitik orientierte Rolle einnehmen.

Wir suchen kontinuierlich die Kooperation mit Menschen im Bereich der Kirchengemeinden und der politisch fortschrittlichen Organisationen. Ohne parteipolitische Ambitionen wollen wir unseren Beitrag leisten, damit das Netzwerk der Menschen und Organisationen, die sich für eine gerechtere, friedliche Gesellschaft einsetzen, wächst und sich festigt.