29. Januar 2026
Die anstehende Wahl in Sachsen-Anhalt im September 2026 könnte zur Zäsur werden. Sie wird zeigen, ob die bereits wackelnde Brandmauer gegen rechts standhält oder ob die AfD erstmals in einem Bundesland an die Regierung gelangt. Doch nicht nur in Ostdeutschland ist der Rechtsruck unübersehbar. Er zeigt sich auch in einer verschärften rechtspopulistischen Agenda der konservativen Parteien und in ihrem Liebäugeln mit schwarz-blauen Kooperationen. Wie gelingt es in dieser Konstellation der gesellschaftlichen Linken und der Partei Die Linke der Faschisierung Einhalt zu gebieten und darüber hinaus einen Gegenpol zu bilden? Welche antifaschistischen Allianzen sind möglich? Kann das historische Bündnis einer antifaschistischen Volksfront während des Faschismus dafür Ansatzpunkte liefern? Und wie muss solch eine gesellschaftliche Allianz aus progressiven Kräften heute beschaffen sein, um politischen Druck ausüben und den Diskurs nach links verschieben zu können?
Um diese Fragen dreht sich die neue Ausgabe der Zeitschrift LUXEMBURG Strategien der Hoffnung. In der Launch-Veranstaltung am 29. Januar werden die Autor*innen Anika Taschke und Mario Candeias gemeinsam mit der Linken-Politikerin Kerstin Köditz und dem Journalisten und Rechtsextremismusexperten Nils Schniederjann über Chancen und Widersprüche einer antifaschistischen Volksfront diskutieren.
Einlass ist um 19 Uhr, der Eintritt kostenlos.
Um eine Anmeldung für die Teilnahme vor Ort wird gebeten (s.o.).
Podiumsgäste:
- Mario Candeias ist Referent für sozialistische Transformationsforschung, linke Strategien und Parteien der Rosa-Luxemburg-Stiftung und leitender Redakteur der Zeitschrift LuXemburg.
- Kerstin Köditz war Mitglied der Landtagsfraktion der LINKEN in Sachsen und engagiert sich seit vielen Jahren gegen Rechtsextremismus, u.a. in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e. V.).
- Nils Schniederjann ist Journalist in Berlin. Gemeinsam mit Sebastian Friedrich betreibt er den Newsletter und Podcast «Über Rechts».
- Anika Taschke ist Referentin für Neonazismus der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Im letzten Jahr gab sie zusammen mit Steven Hummel die »Hält die Brandmauer?« zu Kooperationen mit der extremen Rechten in ostdeutschen Kommunen heraus.
- Moderation: Lea Fauth (Journalistin)
Teilnahme am Livestream ist unter diesem Link möglich : https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/V3A19#pk_campaign=adb
Ort: Straße der Pariser Kommune 8a 10243 Berlin
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